Arrest­pfän­dung – und die Über­wei­sung zur Ein­zie­hung

Eine auf­grund eines Arres­tes gepfän­de­te For­de­rung kann dem Gläu­bi­ger nicht zur Ein­zie­hung über­wie­sen wer­den. Einem gleich­wohl erlas­se­nen Über­wei­sungs­be­schluss kommt kei­ner­lei Wir­kung zu. Er ist nicht ledig­lich anfecht­bar, son­dern nich­tig, weil es von vorn­her­ein an einem geeig­ne­ten Titel fehl­te. [1].

Arrest­pfän­dung – und die Über­wei­sung zur Ein­zie­hung

Der Arrest dient aus­schließ­lich der Siche­rung der Zwangs­voll­stre­ckung, nicht jedoch der Befrie­di­gung des Gläu­bi­gers. Dem­zu­fol­ge wird die Voll­zie­hung des Arres­tes in For­de­run­gen durch Pfän­dung bewirkt, § 930 Abs. 1 Satz 1 ZPO. Eine Über­wei­sung einer auf­grund eines Arres­tes gepfän­de­ten For­de­rung ist dage­gen schlecht­hin aus­ge­schlos­sen. Einem gleich­wohl erlas­se­nen Über­wei­sungs­be­schluss kommt kei­ner­lei Wir­kung zu. Er ist nicht ledig­lich anfecht­bar, son­dern nich­tig [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juli 2014 – VII ZB 9/​13

  1. Bestä­ti­gung von BGH, Urteil vom 17.12 1992 – IX ZR 226/​91, BGHZ 121, 98[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 17.12 1992 – IX ZR 226/​91, BGHZ 121, 98, 101; Urteil vom 04.04.1977 – VIII ZR 217/​75, BGHZ 68, 289, 292[]