Auf­klä­rungs­pflich­ten beim Erfolgs­ho­no­rar

Die wirk­sa­me Ver­ein­ba­rung eines Erfolgs­ho­no­rars setzt u.a. vor­aus, dass eine Gegen­über­stel­lung der vor­aus­sicht­li­chen gesetz­li­chen Ver­gü­tung mit der erfolgs­ab­hän­gi­gen ver­trag­li­chen Ver­gü­tung erfolgt.

Auf­klä­rungs­pflich­ten beim Erfolgs­ho­no­rar

Nach § 4a Abs. 2 Nr. 1 RVG. Danach ist in einer Modell­rech­nung im Rah­men der Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung die vor­aus­sicht­li­che gesetz­li­che Ver­gü­tung der erfolgs­ab­hän­gi­gen ver­trag­li­chen Ver­gü­tung gegen­über zu stel­len 1. Ist eine sol­che Gegen­über­stel­lung der Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung nicht zu ent­neh­men, genügt die­se nicht der gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Form und ist daher unwirk­sam.

Auf­grund der Unwirk­sam­keit der ver­trag­li­chen Ver­gü­tung stellt nach § 4 b Abs. 1 Satz 1 RVG in die­sem Fall die gesetz­li­che Ver­gü­tung die Ober­gren­ze der anfal­len­den Ver­gü­tung dar.

Amts­ge­richt Gen­gen­bach, Urteil vom 14. Mai 2013 – 1 C 193/​12

  1. Mayer/​Kroiß, a.a.O., § 4 a Rd.Ziff. 45 – 48[]