Auf­steck­licht ist kei­ne ord­nungs­ge­mä­ße Fahr­rad­be­leuch­tung

Ein Fahr­rad ist nur dann nachts rich­tig beleuch­tet, wenn es mit einer von einem Dyna­mo betrie­be­nen Lam­pe aus­ge­stat­tet ist.

Auf­steck­licht ist kei­ne ord­nungs­ge­mä­ße Fahr­rad­be­leuch­tung

Bei zwei Rad­fah­rern, die schlecht beleuch­tet in der Nacht unter­wegs waren, kam es zu einem Zusam­men­stoß. Das Land­ge­richt Mün­chen I mach­te bei­den Par­tei­en deut­lich, dass weder eine elek­tri­sche Stirn­lam­pe noch ein elek­tri­sches Auf­steck­licht allei­ne ein aus­rei­chen­des Beleuch­tungs­mit­tel sind. Ein Fahr­rad ist nur durch ein dyna­m­obe­trie­be­nes Licht aus­rei­chend beleuch­tet. Wei­te­re elek­tri­sche Lich­ter sind gestat­tet, aber sie rei­chen allein nicht aus.

Des­halb hat es bei bei­den an der ord­nungs­ge­mä­ßen Beleuch­tung gefehlt und sie haben damit erheb­li­che Gefah­ren für sich und ande­re Rad­fah­rer begrün­det.

Da wohl das elek­tri­sche Auf­steck­licht nicht mehr mit vol­ler Kraft leuch­te­te und die Stirn­lam­pe mög­li­cher­wei­se auf­grund der gebeug­ten Hal­tung des Klä­gers auf sei­nem Renn­rad nicht zu sehen war, einig­ten sich die Par­tei­en auf eine hälf­ti­ge Ver­ant­wort­lich­keit für das Unfall­ge­sche­hen.

Land­ge­richt Mün­chen I, Urteil vom 5. August 2010 – 17 O 18396/​07