Aufstecklicht ist keine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung

11. August 2010 | Zivilrecht
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ein Fahrrad ist nur dann nachts richtig beleuchtet, wenn es mit einer von einem Dynamo betriebenen Lampe ausgestattet ist.

Bei zwei Radfahrern, die schlecht beleuchtet in der Nacht unterwegs waren, kam es zu einem Zusammenstoß. Das Landgericht München I machte beiden Parteien deutlich, dass weder eine elektrische Stirnlampe noch ein elektrisches Aufstecklicht alleine ein ausreichendes Beleuchtungsmittel sind. Ein Fahrrad ist nur durch ein dynamobetriebenes Licht ausreichend beleuchtet. Weitere elektrische Lichter sind gestattet, aber sie reichen allein nicht aus.

Deshalb hat es bei beiden an der ordnungsgemäßen Beleuchtung gefehlt und sie haben damit erhebliche Gefahren für sich und andere Radfahrer begründet.

Da wohl das elektrische Aufstecklicht nicht mehr mit voller Kraft leuchtete und die Stirnlampe möglicherweise aufgrund der gebeugten Haltung des Klägers auf seinem Rennrad nicht zu sehen war, einigten sich die Parteien auf eine hälftige Verantwortlichkeit für das Unfallgeschehen.

Landgericht München I, Urteil vom 5. August 2010 – 17 O 18396/07

 
Weiterlesen auf der Rechtslupe

Weiterlesen auf der Rechtslupe:

Themenseiten zu diesem Artikel: , ,
Weitere Beiträge aus diesem Rechtsgebiet: Zivilrecht

 

Zum Seitenanfang