Aus­for­schungs­be­weis – und die Behaup­tun­gen ins Blaue

Es stellt kei­nen unzu­läs­si­gen Aus­for­schungs­be­weis dar, wenn eine Par­tei eine Tat­sa­che unter Beweis stellt, die sie zwar nicht unmit­tel­bar weiß und auch nicht wis­sen kann, aber auf­grund ande­rer, ihr bekann­ter Tat­sa­chen ver­mu­ten darf [1].

Aus­for­schungs­be­weis – und die Behaup­tun­gen ins Blaue

Eine Par­tei darf jedoch nicht ohne greif­ba­re Anhalts­punk­te für das Vor­lie­gen eines bestimm­ten Sach­ver­hal­tes Behaup­tun­gen ins Blaue hin­ein auf­stel­len, an deren Rich­tig­keit sie selbst nicht glaubt [2].

Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Urteil vom 6. Novem­ber 2014 – 7 Sa 443/​14

  1. BAG vom 18.09.2008, 2 AZR 1039/​06, Rn. 33[]
  2. BAG vom 10.09.2014, 10 AZR 958/​13, Rn. 30[]