Aus­kunfts­kla­ge – und die Beschwer

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs bemisst sich der Wert der Beschwer bei der Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunfts­er­tei­lung nicht nach dem Wert des mit der Kla­ge gel­tend gemach­ten Aus­kunfts­an­spruchs son­dern nach dem Inter­es­se der ver­ur­teil­ten Par­tei, die Aus­kunft nicht ertei­len zu müs­sen.

Aus­kunfts­kla­ge – und die Beschwer

Dabei ist – von dem hier nicht in Rede ste­hen­den Fall eines beson­de­ren Geheim­hal­tungs­in­ter­es­ses abge­se­hen – im Wesent­li­chen auf den Auf­wand an Zeit und Kos­ten abzu­stel­len, den die Ertei­lung der hier­nach geschul­de­ten Aus­kunft erfor­dert1.

Dabei kann die Bewer­tung des Beschwer­de­ge­richts nur dar­auf­hin über­prüft wer­den, ob die Gren­zen des ihm eröff­ne­ten Ermes­sens (§§ 2, 3 ZPO) über­schrit­ten wor­den sind oder ob das Ermes­sen feh­ler­haft aus­ge­übt wor­den ist2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Janu­ar 2016 – III ZB 96/​15

  1. s. etwa BGH, Urteil vom 10.02.2011 – III ZR 338/​09, NJW 2011, 926, 927 Rn. 9; BGH, Beschlüs­se vom 09.02.2012 – III ZB 55/​11, BeckRS 2012, 04655 Rn. 7; vom 22.02.2012 – III ZB 301/​11, NJW-RR 2012, 888, 889 Rn. 5; vom 07.03.2013 – III ZB 57/​12, BeckRS 2013, 05592 Rn. 6; vom 14.05.2013 – III ZR 392/​12, BeckRS 2013, 09522 Rn. 5; und vom 13.08.2015 – III ZR 76/​14, BeckRS 2015, 14970 Rn. 4; BGH, Urteil vom 27.02.2013 – IV ZR 42/​11, NJW-RR 2013, 1033 Rn. 14; BGH, Beschlüs­se vom 15.06.2011 – II ZB 20/​10, NJW 2011, 2974, 2975 Rn. 3; vom 26.10.2011 – XII ZB 561/​10, NJW-RR 2012, 126, 127 Rn. 8; vom 24.09.2013 – II ZB 6/​12, NZG 2013, 1258 Rn. 9; vom 04.06.2014 – IV ZB 2/​14, NJW-RR 2014, 1102 Rn. 8; und vom 17.11.2014 – I ZB 31/​14, NJW-RR 2015, 1017, 1018 Rn. 10 jeweils mwN
  2. s. etwa BGH, Beschlüs­se vom 09.02.2012 aaO Rn. 8; und vom 07.03.2013 aaO; vgl. auch BGH, Urteil vom 27.02.2013 aaO Rn. 12 sowie Beschlüs­se vom 15.06.2011 aaO Rn. 4; vom 24.09.2013 aaO Rn. 10; und vom 17.11.2014 aaO Rn. 11 jeweils mwN