Bau­kos­ten­zu­schüs­se in der Zwangs­ver­stei­ge­rung

Die Vor­schrift des § 57c ZVG, wonach bei vor­ausent­rich­te­ten Miet­zin­sen und bei ver­lo­re­nen Bau­kos­ten­zu­schüs­sen des Mie­ters das Kün­di­gungs­recht des Erstei­ge­rers für eine bestimm­te Zeit aus­ge­schlos­sen war, ist durch Arti­kel 11 Zif­fer 5 des 2. Jus­tiz­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes zum 1. Febru­ar 2007 ersatz­los auf­ge­ho­ben wor­den.

Bau­kos­ten­zu­schüs­se in der Zwangs­ver­stei­ge­rung

Ist ein Ver­stei­ge­rungs­ter­min vor dem Außer­kraft­tre­ten der bis zu 31. Janu­ar 2007 gül­ti­gen Vor­schrift des § 57c ZVG zu den am Ver­stei­ge­rungs­ter­min gel­ten­den gesetz­li­chen Ver­stei­ge­rungs­be­din­gun­gen durch­ge­führt wor­den und hat der auf die­ser Grund­la­ge nach dem 31. Janu­ar 2007 erteil­te Zuschlags­be­schluss Rechts­kraft erlangt, so unter­liegt das außer­or­dent­li­che Kün­di­gungs­recht des Ver­mie­ters (§ 57a ZVG) gegen­über einem Mie­ter, der Rech­te im Sin­ne des § 57c ZVG gemäß § 57d ZVG in der Zwangs­ver­stei­ge­rung ange­mel­det hat­te, den Beschrän­kun­gen des § 57c ZVG.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 11. März 2009 – VIII ZR 83/​08