Beer­di­gungs­kos­ten für Heim­be­woh­ner

Die Betrei­be­rin eines Alten- und Pfle­ge­heims muss die Kos­ten der Bestat­tung eines mit­tel­lo­sen frü­he­ren Bewoh­ners nicht tra­gen. Dies ent­schied das Ober­ver­wal­tungs?gericht Rhein­land-Pfalz in Koblenz.

Beer­di­gungs­kos­ten für Heim­be­woh­ner

Nach dem Tod eines Heim­be­woh­ners, der mit­tel­los war und kei­ne Ver­wand­ten hat­te, for­der­te die beklag­te Ver­bands­ge­mein­de die Lei­te­rin des Alten- und Pfle­ge­heims auf, die Beer­di­gungs­kos­ten in Höhe von 1.200,– ? zu erstat­ten. Der hier­ge­gen erhobe?nen Kla­ge gab das Ver­wal­tungs­ge­richt statt. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tig­te nun die­se Ent­schei­dung.

Die Pflicht, Bestat­tungs­kos­ten zu tra­gen, set­ze eine enge per­sön­li­che Nähe zu dem Ver­stor­be­nen vor­aus, die über den Tod hin­aus wir­ke. Ein sol­ches Nähe­ver­hält­nis bestehe zu Erben und Ver­wand­ten, nicht hin­ge­gen zu der Betrei­be­rin eines Alten- und Pfle­ge­heims, in dem der Ver­stor­be­ne bis zu sei­nem Tod gelebt habe. Das Heim erbrin­ge auf­grund ver­trag­li­cher Ver­pflich­tung gegen­über dem Heim­be­woh­ner zu des­sen Leb­zei­ten ent­gelt­li­che Hil­fe­leis­tun­gen, die zudem kei­ne per­sön­li­chen Bin?dungen vor­aus­setz­ten.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Urteil vom 14. Juni 2007 – 7 A 11566/​06.OVG