Begrün­dungs­er­for­der­nis für die Rechts­be­schwer­de

Eben­so wenig wie bei der Dar­le­gung von Zulas­sungs­grün­den (§ 544 Abs. 2 Satz 3 ZPO) genügt es dem Dar­le­gungs­er­for­der­nis nach § 575 Abs. 3 Nr. 2 ZPO, wenn die beson­de­ren Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen der Rechts­be­schwer­de nach § 574 Abs. 2 ZPO durch ein­ge­streu­te Klam­mer­zu­sät­ze wie etwa "(Art. 3 Abs. 1 GG)" oder durch schlag­wort­ar­ti­ge For­mu­lie­run­gen gel­tend gemacht wer­den; der Beschwer­de­füh­rer muss den Zulas­sungs­grund bzw. die Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zung nicht nur benen­nen, son­dern auch zu den jewei­li­gen Vor­aus­set­zun­gen sub­stan­ti­iert vor­tra­gen 1.

Begrün­dungs­er­for­der­nis für die Rechts­be­schwer­de

Für die Dar­le­gung der beson­de­ren Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen des § 574 Abs. 2 ZPO, die inhalt­lich den Zulas­sungs­grün­den des § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO ent­spre­chen, gilt nichts ande­res 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. März 2010 – V ZB 159/​09

  1. vgl. nur BGHZ 152, 182, 185; Zöller/​Heßler, ZPO, 28. Aufl., § 544 Rdn. 10a; jeweils m.w.N.; vgl. auch BGH, Beschluss vom 05.06.2008 – V ZR 187/​07; Beschluss vom 19.03.2009 – V ZR 142/​08, NJW 2009, 1609 zu § 321a ZPO m.w.N.[]
  2. Münch­Komm-ZPO/­Lipp, 3. Aufl., § 575 Rdn. 18; vgl. auch BGH, Beschl. v. 5. März 2009, IX ZB 192/​07, NJW-RR 2009, 1292[]