Bei­ord­nung eines Not­an­walts

Ist der Antrag einer Par­tei auf Bei­ord­nung eines Not­an­walts abge­lehnt wor­den, besteht für die gegen die­se Ent­schei­dung gerich­te­te sofor­ti­ge Beschwer­de bzw. – falls ein Rechts­mit­tel nicht gege­ben ist – für die Anhö­rungs­rü­ge kein Anwalts­zwang.

Bei­ord­nung eines Not­an­walts

Im Fall der ableh­nen­den Ent­schei­dung über die begehr­te Bei­ord­nung eines Not­an­walts nach § 78b Abs. 2 ZPO kann für eine Anhö­rungs­rü­ge die Ver­tre­tung durch einen Rechts­an­walt nicht ver­langt wer­den, da es der Par­tei nicht gelun­gen ist, einen zur Ver­tre­tung berei­ten Rechts­an­walt zu fin­den und sie folg­lich nicht in der Lage ist, sich anwalt­lich ver­tre­ten zu las­sen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. März 2011 – I ZA 1/​11

  1. vgl. für den Fall der sofor­ti­gen Beschwer­de gegen eine Ent­schei­dung nach § 78b Abs. 2 ZPO: OLG Mün­chen, Beschluss vom 20. August 2001 – 1 W 2066/​01, MDR 2002, 724; Zöller/​Vollkommer, ZPO, 28. Aufl., § 78b Rn. 7; Musielak/​Weth, ZPO, 7. Aufl., § 78b Rn. 11[]