Bei­ord­nung eines Not­an­walts – und die Anwalts­su­che

Eine Par­tei, die die Bei­ord­nung eines Not­an­walts bean­tragt, hat nach­zu­wei­sen, dass sie trotz zumut­ba­rer Anstren­gun­gen einen zu ihrer Ver­tre­tung berei­ten Rechts­an­walt nicht gefun­den hat.

Bei­ord­nung eines Not­an­walts – und die Anwalts­su­che

Im Rechts­mit­tel­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ge­richts­hof muss eine Par­tei inso­weit inner­halb der Rechts­mit­tel­frist sub­stan­ti­iert dar­le­gen und nach­wei­sen, sich ohne Erfolg min­des­tens an fünf Rechts­an­wäl­te gewandt zu haben [1].

Dar­an fehlt es, wenn dem Antrag kei­ne Nach­wei­se für die dar­ge­stell­ten Bemü­hun­gen bei­gefügt waren, einen beim Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­se­nen Rechts­an­walt zu fin­den, ins­be­son­de­re kei­ne Absa­ge­Er­klä­run­gen sol­cher Anwäl­te.

Ob ein nach Ablauf der Ein­le­gungs­frist für die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein­ge­gan­ge­nes wei­te­res Schrei­ben mit anlie­gen­den Absa­ge­Er­klä­run­gen aus­nahms­wei­se Berück­sich­ti­gung fin­den kann, bedurf­te im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen kei­ner Ent­schei­dung; denn die­sem Schrei­ben lagen ledig­lich drei Absa­ge­Er­klä­run­gen von am Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­se­nen Rechts­an­wäl­ten bei.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Dezem­ber 2019 – V ZA 23/​19

  1. BGH, Beschluss vom 12.03.2018 – V ZA 51/​17 2 mwN[]