Beru­fungs­an­trä­ge – und ihre Dar­stel­lung im Beru­fungs­ur­teil

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs sind grund­sätz­lich die in zwei­ter Instanz gestell­ten Beru­fungs­an­trä­ge im Beru­fungs­ur­teil auf­zu­füh­ren.

Beru­fungs­an­trä­ge – und ihre Dar­stel­lung im Beru­fungs­ur­teil

Eine wört­li­che Wie­der­ga­be ist jedoch nicht erfor­der­lich, viel­mehr genügt es, wenn aus dem Zusam­men­hang sinn­ge­mäß deut­lich wird, was ein Beru­fungs­klä­ger mit sei­nem Rechts­mit­tel erstrebt1.

Im vor­lie­gen­den Fall hat­te das Beru­fungs­ge­richt in dem ein­lei­ten­den Abschnitt des Beru­fungs­ur­teils nach Grund und Höhe dar­ge­legt, wel­che For­de­rung die Klä­ge­rin gel­tend macht und mit wel­chen Gegen­for­de­run­gen die Beklag­ten auf­rech­nen, fer­ner, wel­che Ent­schei­dung das erst­in­stanz­li­che Gericht getrof­fen hat. Aus der wei­te­ren Anga­be, dass die Par­tei­en mit den bei­der­sei­ti­gen Beru­fun­gen die jeweils aberkann­ten For­de­run­gen – mit Aus­nah­me einer näher bezeich­ne­ten Neben­for­de­rung – wei­ter­ver­folg­ten, wer­den die Zie­le der ein­ge­leg­ten Rechts­mit­tel hin­rei­chend deut­lich.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Novem­ber 2015 – VII ZR 43/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 25.05.2011 – IV ZR 59/​09, NJW 2011, 2054 Rn. 9 f.; Urteil vom 26.02.2003 – VIII ZR 262/​02, BGHZ 154, 99, 100 f. []