Beru­fungs­be­grün­dung – und die Aus­ein­an­der­set­zung mit den erst­in­stanz­li­chen Urteil

Eine Beru­fungs­be­grün­dung muss nach § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO eine hin­rei­chen­de Dar­stel­lung der Grün­de ent­hal­ten, aus denen sich die Rechts­feh­ler­haf­tig­keit der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung erge­ben soll.

Beru­fungs­be­grün­dung – und die Aus­ein­an­der­set­zung mit den erst­in­stanz­li­chen Urteil

Dies soll gewähr­leis­ten, dass der Rechts­streit für die Beru­fungs­in­stanz durch eine Zusam­men­fas­sung und Beschrän­kung des Rechts­stoffs aus­rei­chend vor­be­rei­tet wird.

Des­halb hat der Beru­fungs­klä­ger die Beur­tei­lung des Streit­falls durch den Erstrich­ter zu über­prü­fen und dar­auf hin­zu­wei­sen, in wel­chen Punk­ten und mit wel­chem Grund er das ange­foch­te­ne Urteil für unrich­tig hält.

Die Beru­fungs­be­grün­dung muss auf den Streit­fall zuge­schnit­ten sein und im Ein­zel­nen erken­nen las­sen, in wel­chen Punk­ten recht­li­cher oder tat­säch­li­cher Art und aus wel­chen Grün­den das ange­foch­te­ne Urteil feh­ler­haft sein soll 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 15. Febru­ar 2017 – 7 AZR 223/​15

  1. st. Rspr., zB BAG 15.11.2016 – 9 AZR 125/​16, Rn. 11; 18.05.2011 – 4 AZR 552/​09, Rn. 14[]