Beru­fungs­be­grün­dungs­frist trotz zwi­schen­zeit­li­cher Beru­fungs­ver­wer­fung

Der Lauf der Frist zur Begrün­dung der Beru­fung wird weder durch einen die Beru­fung als unzu­läs­sig ver­wer­fen­den Beschluss noch durch ein auf Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand gegen die Ver­säu­mung der Beru­fungs­frist gerich­te­tes Ver­fah­ren unter­bro­chen 1.

Beru­fungs­be­grün­dungs­frist trotz zwi­schen­zeit­li­cher Beru­fungs­ver­wer­fung

Des­halb ent­fällt die Not­wen­dig­keit einer Beru­fungs­be­grün­dung auch nicht des­halb, weil das Beru­fungs­ge­richt die Beru­fung bereits vor Ablauf der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist als unzu­läs­sig ver­wor­fen hat­te 2.

Damit sind die Vor­aus­set­zun­gen des § 574 Abs. 2 ZPO, die auch bei einer Rechts­be­schwer­de gegen einen die Beru­fung als unzu­läs­sig ver­wer­fen­den Beschluss gewahrt sein müs­sen 3, nicht erfüllt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Juni 2014 – XI ZB 4/​13

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 13.01.1998 – VIII ZB 48/​97, WM 1998, 735, 736 mwN; vom 29.04.2004 – III ZB 72/​03, WuM 2004, 352; vom 17.03.2009 – VIII ZB 74/​08 3; und vom 27.10.2011 – III ZB 31/​11, NJW-RR 2012, 308 Rn. 24[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 11.08.2004 XII ZB 51/​04, Fam­RZ 2004, 1783; und vom 17.03.2009 – VIII ZB 74/​08 3[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 09.11.2004 – XI ZB 6/​04, BGHZ 161, 86, 87 mwN[]