Beru­fungs­ein­le­gung durch einen voll­macht­lo­sen Ver­tre­ter

Wird ein Rechts­mit­tel oder ein Rechts­be­helf durch einen voll­macht­lo­sen Ver­tre­ter ein­ge­legt, so ist die­ses als unzu­läs­sig zu ver­wer­fen, wenn nicht der Berech­tig­te zuvor die Ver­fah­rens­hand­lung geneh­migt.

Beru­fungs­ein­le­gung durch einen voll­macht­lo­sen Ver­tre­ter

Geneh­migt der Berech­tig­te, wird dadurch der Ver­fah­rens­man­gel der nicht ord­nungs­ge­mä­ßen Ver­tre­tung von Anfang an geheilt (§ 89 Abs. 2 ZPO).

Wegen ihrer Rück­wir­kung braucht die Geneh­mi­gung nicht inner­halb der Frist erklärt zu wer­den, die für die geneh­mig­te Ver­fah­rens­hand­lung gilt 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. Juli 2019 – II ZR 406/​17

  1. GemS­OBG, Beschluss vom 17.04.1984 GmSOGB 2/​83, BGHZ 91, 111, 114 f.; BGH, Beschluss vom 10.01.1995 – X ZB 11/​92, BGHZ 128, 280, 283; Beschluss vom 14.12 2017 – V ZB 35/​17, Grund­ei­gen­tum 2018, 397 Rn. 8 mwN