Beru­fungs­sum­me und Beru­fungs­zu­las­sung

Hat das erst­in­stanz­li­che Gericht kei­ne Ver­an­las­sung gese­hen, die Beru­fung nach § 511 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 ZPO zuzu­las­sen, weil es von einer Beschwer über 600 € aus­ge­gan­gen ist, und hat das Beru­fungs­ge­richt die­se Ent­schei­dung nicht nach­ge­holt, obwohl es von einer gerin­ge­ren Beschwer aus­ge­gan­gen ist 1, kann das Rechts­be­schwer­de­ge­richt im Rah­men der Erheb­lich­keit die­ses Ver­fah­rens­feh­lers prü­fen, ob eine Zulas­sung der Beru­fung gebo­ten gewe­sen wäre ((im Anschluss an BGH, Beschluss vom 21.04.2010 – XII ZB 128/​09, Fam­RZ 2010, 964).

Beru­fungs­sum­me und Beru­fungs­zu­las­sung

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. März 2011 – XII ZB 436/​10

  1. vgl. BGH, Urteil vom 14.11.2007 – VIII ZR 340/​06, NJW 2008, 218; und Beschluss vom 3. Juni 2008 – VIII ZB 101/​07, WuM 2008, 614[]