Bestrei­ten

Gemäß § 138 Abs. 2 ZPO hat sich eine Par­tei grund­sätz­lich über die von dem Geg­ner behaup­te­ten Tat­sa­chen zu erklä­ren. Sie darf sich also, wenn der Geg­ner sei­ner Erklä­rungs­last nach­ge­kom­men ist, nicht mit einem blo­ßen Bestrei­ten begnü­gen, son­dern muss erläu­tern, von wel­chem Sach­ver­halt sie aus­geht.

Bestrei­ten

Der Umfang der erfor­der­li­chen Sub­stan­ti­ie­rung rich­tet sich dabei aber nach dem Vor­trag der dar­le­gungs­be­las­te­ten Par­tei. Je detail­lier­ter die­ser ist, des­to höher ist die Erklä­rungs­last gemäß § 138 Abs. 2 ZPO.

Ob ein ein­fa­ches Bestrei­ten als Erklä­rung gemäß § 138 Abs. 2 ZPO aus­reicht oder ob ein sub­stan­ti­ier­tes Bestrei­ten erfor­der­lich ist, hängt somit von dem Vor­trag der Gegen­sei­te ab [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Mai 2015 – IV ZR 127/​14

  1. BGH, Urteil vom 04.04.2014 – V ZR 275/​12, BGHZ 200, 350 Rn. 11 m.w.N.; st. Rspr.[]