Bestrei­ten mit Nicht­wis­sen

Gemäß § 138 Abs. 4 ZPO ist eine Erklä­rung mit Nicht­wis­sen nur über Tat­sa­chen zuläs­sig, die weder eige­ne Hand­lun­gen der Par­tei noch Gegen­stand ihrer eige­nen Wahr­neh­mung gewe­sen sind.

Bestrei­ten mit Nicht­wis­sen

Den eige­nen Hand­lun­gen oder Wahr­neh­mun­gen sind Vor­gän­ge im eige­nen Geschäfts­und Ver­ant­wor­tungs­be­reich gleich­ge­stellt.

Die Par­tei hat eine Erkun­di­gungs­pflicht, sofern die maß­ge­ben­den Tat­sa­chen Per­so­nen bekannt sind, die unter ihrer Anlei­tung, Auf­sicht oder Ver­ant­wor­tung tätig gewor­den sind.

Dies hat zur Fol­ge, dass eine Erklä­rung mit Nicht­wis­sen unzu­läs­sig ist, wenn und soweit die­se Infor­ma­ti­ons­pflicht besteht 1. Die Infor­ma­ti­ons­pflicht besteht ins­be­son­de­re hin­sicht­lich sol­cher Unter­la­gen, die einer Par­tei in Urschrift oder Abschrift vor­lie­gen (vgl. § 133 Abs. 1 Satz 2 ZPO).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. März 2019 – I ZR 179/​18

  1. BGH, Urteil vom 07.10.1998 – VIII ZR 100/​97, NJW 1999, 53, 54 14]; Urteil vom 02.07.2009 – III ZR 333/​08, NJW-RR 2009, 1666 Rn. 16[]