Bestrei­ten mit Nicht­wis­sen – und die Vor­gän­ge im eige­nen Geschäfts- und Ver­ant­wor­tungs­be­reich

Die Recht­spre­chung stellt Vor­gän­ge im eige­nen Geschäfts- oder Ver­ant­wor­tungs­be­reich einer Par­tei den "eige­nen" Hand­lun­gen oder Wahr­neh­mun­gen im Sin­ne von § 138 Abs. 4 ZPO gleich.

Bestrei­ten mit Nicht­wis­sen – und die Vor­gän­ge im eige­nen Geschäfts- und Ver­ant­wor­tungs­be­reich

Die Par­tei hat eine Erkun­di­gungs­pflicht, sofern die maß­ge­ben­den Tat­sa­chen Per­so­nen bekannt sind, die unter ihrer Anlei­tung, Auf­sicht oder Ver­ant­wor­tung tätig gewor­den sind.

Dies hat zur Fol­ge, dass eine Erklä­rung mit Nicht­wis­sen unzu­läs­sig ist, wenn und soweit die­se Infor­ma­ti­ons­pflicht besteht 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Novem­ber 2014 – III ZR 559/​13

  1. z.B. BGH, Urteil vom 02.07.2009 – III ZR 333/​08, NJW-RR 2009, 1666 Rn. 16 mwN[]