Beweis­auf­nah­me durch den ersuch­ten Rich­ter im EU-Aus­land

Die Durch­füh­rung einer Beweis­auf­nah­me durch den ersuch­ten Rich­ter rich­tet sich im Bereich der Euro­päi­schen Uni­on (Aus­nah­me: Däne­mark) nach der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1206/​2001 des Rates vom 28.05.2001 über die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Gerich­ten der Mit­glied­staa­ten auf dem Gebiet der Beweis­auf­nah­me in Zivil- oder Han­dels­sa­chen ‑EG-BewVO- [1].

Beweis­auf­nah­me durch den ersuch­ten Rich­ter im EU-Aus­land

Für ihre Durch­füh­rung gel­ten auf­grund der Ver­wei­sung in § 363 Abs. 3 Satz 2 ZPO die §§ 1072, 1073 ZPO.

Ent­spricht die von einer aus­län­di­schen Behör­de vor­ge­nom­me­ne Beweis­auf­nah­me den für das Pro­zess­ge­richt gel­ten­den Geset­zen, kann dar­aus, dass sie nach den aus­län­di­schen Geset­zen man­gel­haft ist, kein Ein­wand ent­nom­men wer­den (§ 369 ZPO).

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 17. März 2016 – 2 AZR 110/​15

  1. ABl.EU L 174 vom 27.06.2001 S. 1[]