Beweis­last­um­kehr beim Ver­brauchs­gü­ter­kauf

Zeigt sich an einer von einem Ver­brau­cher erwor­be­nen Sache in den ers­ten sechs Mona­ten ein Man­gel, so wird zuguns­ten des Ver­brau­chers und sei­ner Gewähr­leis­tungs­rech­te gesetz­lich ver­mu­tet, daß die­ser Man­gel von Anfang an vor­lag, es sei denn, dass die­se Ver­mu­tung mit der Art der Sache oder des Man­gels nicht ver­ein­bar ist.

Beweis­last­um­kehr beim Ver­brauchs­gü­ter­kauf

Dies hat der Bun­des­ge­richts­hof nun kon­kre­ti­siert: Die Ver­mu­tung ist etwa dann mit der Art des Man­gels unver­ein­bar, wenn es sich um äußer­li­che Beschä­di­gun­gen der Kauf­sa­che han­delt, die auch dem fach­lich nicht vor­ge­bil­de­ten Käu­fer hät­ten auf­fal­len müs­sen, da in sol­chen Fäl­len zu erwar­ten ist, daß der Käu­fer den Man­gel bereits bei der Über­ga­be bean­stan­det.

BGH, Urteil vom 14.09.2005 – VIII ZR 363/​04