Beweis­wür­di­gung – und ihre Dar­stel­lung in den Urteils­grün­den

Das Gericht ist bei der Wür­di­gung, ob eine tat­säch­li­che Behaup­tung für wahr oder nicht wahr zu erach­ten ist, unter Berück­sich­ti­gung des gesam­ten Inhalts der Ver­hand­lun­gen und des Ergeb­nis­ses einer etwai­gen Beweis­auf­nah­me weit­ge­hend frei (§ 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Beweis­wür­di­gung – und ihre Dar­stel­lung in den Urteils­grün­den

Revi­si­ons­recht­lich ist sei­ne Wür­di­gung jedoch dar­auf zu über­prü­fen, ob es alle Umstän­de voll­stän­dig berück­sich­tigt und nicht gegen Denk­ge­set­ze und Erfah­rungs­sät­ze ver­sto­ßen hat.

Um dem Revi­si­ons­ge­richt die­se Über­prü­fung zu ermög­li­chen, muss der Tatrich­ter die für sei­ne Über­zeu­gungs­bil­dung nach § 286 Abs. 1 Satz 2 ZPO wesent­li­chen Gesichts­punk­te nach­voll­zieh­bar dar­le­gen 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. Juni 2018 – 4 AZR 693/​16

  1. BGH 17.11.1998 – VI ZR 32/​97, zu II 1 a der Grün­de mwN[]