Böh­mer­manns Erdo­gan-Gedicht bleibt teil­wei­se ver­bo­ten

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die von Jan Böh­mer­mann gegen das Urteil des Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richts Ham­burg vom 15. Mai 2018 1 ein­ge­leg­te Beschwer­de gegen die Nicht­zu­las­sung der Revi­si­on zurück­ge­wie­sen. Das Ham­bur­ger Urteil ist damit rechts­kräf­tig.

Böh­mer­manns Erdo­gan-Gedicht bleibt teil­wei­se ver­bo­ten

Der kla­gen­de Prä­si­dent der Tür­kei nimmt den beklag­ten Mode­ra­tor, Kaba­ret­tis­ten und Autor auf Unter­las­sung von in der Sen­dung "Neo Maga­zin Roya­le" vom 31. März 2016 in Form eines Gedichts ("Schmäh­kri­tik") vor­ge­tra­ge­ner Äuße­run­gen in Anspruch. Das Land­ge­richt und das Ober­lan­des­ge­richt haben der Unter­las­sungs­kla­ge über­wie­gend statt­ge­ge­ben. Das Ober­lan­des­ge­richt hat die Revi­si­on nicht zuge­las­sen. Dage­gen wen­det sich der Beklag­te Böh­mer­mann mit sei­ner Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de.

Die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de hat­te kei­nen Erfolg. Die Rechts­sa­che habe, befand der Bun­des­ge­richts­hof, weder grund­sätz­li­che Bedeu­tung noch erfor­de­re die Fort­bil­dung des Rechts oder die Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung eine Ent­schei­dung des Revi­si­ons­ge­richts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Von einer nähe­ren Begrün­dung hat der Bun­des­ge­richts­hofs – gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halb­satz 2 ZPO zuläs­si­ger­wei­se – abge­se­hen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 30. Juli 2019 – VI ZR 231/​18

  1. OLG Ham­burg, Urteil vom 15.05.2018 – 7 U 34/​17, AfP 2018, 335 ff.[]