Dar­le­gungs­last – und das Par­tei­vor­brin­gen

Eine Par­tei genügt ihrer Dar­le­gungs­last, wenn sie Tat­sa­chen vor­trägt, die in Ver­bin­dung mit einem Rechts­satz geeig­net sind, das gel­tend gemach­te Recht als in ihrer Per­son als ent­stan­den erschei­nen zu las­sen.

Dar­le­gungs­last – und das Par­tei­vor­brin­gen

Genügt das Par­tei­vor­brin­gen die­sen Anfor­de­run­gen an die Sub­stan­ti­ie­rung, kann der Vor­trag wei­te­rer Ein­zel­tat­sa­chen nicht ver­langt wer­den 1.

Eine Beweis­auf­nah­me zu einem bestrit­te­nen erheb­li­chen Vor­brin­gen darf nur dann abge­lehnt wer­den, wenn die unter Beweis gestell­te Tat­sa­che so unge­nau bezeich­net ist, dass ihre Erheb­lich­keit nicht beur­teilt wer­den kann oder wenn sie "ins Blaue hin­ein" auf­ge­stellt, mit­hin aus der Luft gegrif­fen ist, und sich somit als Rechts­miss­brauch dar­stellt 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 28. Sep­tem­ber 2016 – 7 AZR 377/​14

  1. BAG 7.07.2015 – 10 AZR 416/​14, Rn. 29, BAGE 152, 108; 3.08.2005 – 10 AZR 585/​04, zu II b der Grün­de; BGH 23.06.2016 – III ZR 308/​15, Rn. 18[]
  2. vgl. BAG 10.09.2014 – 10 AZR 959/​13, Rn. 29, BAGE 149, 84; BGH 23.06.2016 – III ZR 308/​15, Rn. 18[]