Das abwei­chen­de Ver­trags­an­ge­bot

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hof 1 muss der Emp­fän­ger eines Ver­trags­an­ge­bots, wenn er von dem Ver­trags­wil­len des Anbie­ten­den abwei­chen will, das in der Annah­me­er­klä­rung klar und unzwei­deu­tig zum Aus­druck brin­gen.

Das abwei­chen­de Ver­trags­an­ge­bot

Erklärt der Ver­trags­part­ner sei­nen vom Ange­bot abwei­chen­den Ver­trags­wil­len nicht hin­rei­chend deut­lich, kommt der Ver­trag zu den Bedin­gun­gen des Ange­bots zustan­de.

Bei der Nut­zung eines Ver­trags­ent­wurfs der Gegen­sei­te für ein eige­nes Ange­bot kann dage­gen nicht ohne wei­te­res in ver­gleich­ba­rer Wei­se auf die Über­ein­stim­mung mit vor­he­ri­gen Ver­hand­lun­gen ver­traut wer­den wie bei der Annah­me eines Ver­trags­an­ge­bots auf das Feh­len von nicht hin­rei­chend deut­lich gemach­ten Ände­run­gen (§ 150 Abs. 2 BGB).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Juni 2017 – VII ZR 49/​16

  1. BGH, Urteil vom vom 14.05.2014 – VII ZR 334/​12, BauR 2014, 1303 Rn. 17 = NZBau 2014, 494[]