Das Dar­lehn für die insol­ven­te GmbH und die Grund­schuld des Gesell­schaf­ters

In dem Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen einer Gesell­schaft bestimmt § 44a InsO, dass ein Gläu­bi­ger für eine Dar­lehns­for­de­rung, für die ein Gesell­schaf­ter eine Sicher­heit bestellt oder für die er sich ver­bürgt hat, nur anteils­mä­ßi­ge Befrie­di­gung aus der Insol­venz­mas­se ver­lan­gen kann, soweit er bei der Inan­spruch­nah­me der Sicher­heit oder des Bür­gen aus­ge­fal­len ist.

Das Dar­lehn für die insol­ven­te GmbH und die Grund­schuld des Gesell­schaf­ters

Die­se Bestim­mung des § 44a InsO ist unab­hän­gig von einem eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Cha­rak­ter der For­de­rung oder Sicher­heit anzu­wen­den 1.

Es geht nicht dar­um, dass allein ein ande­rer letzt­ran­gi­ger Insol­venz­gläu­bi­ger nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO benach­tei­ligt wor­den sein könn­te. Es liegt kein Fall der Anwei­sung auf Kre­dit vor, son­dern die Befrie­di­gung der Beklag­ten erfolg­te aus dem (vom Geschäfts­füh­rer erlang­ten) Ver­mö­gen der Schuld­ne­rin 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Okto­ber 2013 – IX ZR 88/​11

  1. vgl. BGH, Urteil vom 01.12.2011 – IX ZR 11/​11, BGHZ 192, 9 Rn. 9 f; vom 21.02.2013 – IX ZR 32/​12, ZIP 2013, 582 Rn. 10; vom 07.03.2013 – IX ZR 7/​12, ZIP 2013, 734 Rn. 14; vom 18.07.2013 – IX ZR 219/​11, ZIP 2013, 1579 Rn. 28[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 16.10.2008 – IX ZR 147/​07, ZIP 2008, 2182 Rn. 9; Urteil vom 21.06.2012 – IX ZR 59/​11, ZIP 2012, 1468 Rn. 11 f[]