Das vom Ober­lan­des­ge­richt ver­wor­fe­ne Ableh­nungs­ge­such

Gegen den Beschluss dei­nes Ober­lan­des­ge­richts, durch den ein Ableh­nungs­ge­such (hier: gegen meh­re­re Rich­ter am Ober­lan­des­ge­richt) als unzu­läs­sig ver­wor­fen wor­den ist, ist das Rechts­mit­tel der Rechts­be­schwer­de nicht statt­haft.

Das vom Ober­lan­des­ge­richt ver­wor­fe­ne Ableh­nungs­ge­such

Eine Statt­haf­tig­keit der Rechts­be­schwer­de kraft aus­drück­li­cher Geset­zes­be­stim­mung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) schei­det aus, weil § 46 Abs. 2 ZPO als Rechts­mit­tel gegen einen Beschluss, durch den ein Ableh­nungs­ge­such zurück­ge­wie­sen wird, nur die sofor­ti­ge Beschwer­de vor­sieht. Auch die­se ist jedoch gemäß § 567 Abs. 1 ZPO gegen Beschlüs­se des Ober­lan­des­ge­richts – unter Ein­schluss sol­cher nach § 46 ZPO – nicht statt­haft 1.

Die Ver­wei­sung des § 201 Abs. 2 Satz 1 GVG auf die im ers­ten Rechts­zug für das Ver­fah­ren vor den Land­ge­rich­ten gel­ten­den Vor­schrif­ten der Zivil­pro­zess­ord­nung stellt den im Ent­schä­di­gungs­ver­fah­ren nach §§ 198 ff GVG erlas­se­nen Beschluss des Ober­lan­des­ge­richts nicht einer im ers­ten Rechts­zug ergan­ge­nen Ent­schei­dung eines Land­ge­richts im Sin­ne des § 567 Abs. 1 ZPO gleich.

Eben­so wenig ist die Rechts­be­schwer­de gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO statt­haft, wenn das Ober­lan­des­ge­richt sie nicht zuge­las­sen hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Dezem­ber 2016 – III ZA 31/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 08.11.2004 – II ZB 24/​03, NJW-RR 2005, 294; und vom 24.11.2008 – II ZB 4/​08, NJW-RR 2009, 465 Rn. 6[]