Das Par­tei­vor­brin­gen in den Ent­schei­dungs­grün­den – und die Anhö­rungs­rü­ge

Nach der von dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gebil­lig­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kön­nen mit der Anhö­rungs­rü­ge nur neue und eigen­stän­di­ge Ver­let­zun­gen des Art. 103 Abs. 1 GG gerügt wer­den 1.

Das Par­tei­vor­brin­gen in den Ent­schei­dungs­grün­den – und die Anhö­rungs­rü­ge

Die Gerich­te sind nach Art. 103 Abs. 1 GG ver­pflich­tet, das Vor­brin­gen der Par­tei­en zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen. Hin­ge­gen ist es nicht erfor­der­lich, alle Ein­zel­punk­te des Par­tei­vor­trags in den Grün­den der Ent­schei­dung auch aus­drück­lich zu beschei­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. März 2019 – IX ZA 15/​1

  1. vgl. BVerfG, NJW 2008, 2635 f[]
  2. BVerfGE 96, 205, 216 f[]