Das Rechts­mit­tel der Streit­hel­fe­rin

Beru­fung und die Revi­si­on der dem Rechts­streit auf Sei­ten der unter­le­ge­nen Pro­zess­par­tei gemäß § 74 Abs. 1 ZPO bei­getre­te­nen Streit­hel­fe­rin gegen das die­se beschwe­ren­de land­ge­richt­li­che Urteil und gegen das Beru­fungs­ur­teil sind grund­sätz­lich zuläs­sig.

Das Rechts­mit­tel der Streit­hel­fe­rin

Ein Streit­hel­fer kann der Haupt­par­tei in jeder Lage des Rechts­streits bis zur rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung, auch in Ver­bin­dung mit der Ein­le­gung eines Rechts­mit­tels, bei­tre­ten (§ 66 Abs. 2 ZPO).

Sei­ne Befug­nis zur Anfech­tung eines die unter­stütz­te Par­tei beschwe­ren­den Urteils besteht so lan­ge, als sei­ne Streit­hil­fe nicht rechts­kräf­tig zurück­ge­wie­sen ist 1.

Die Zuläs­sig­keit der Streit­ver­kün­dung ist grund­sätz­lich nicht im Erst­pro­zess, in dem der Streit ver­kün­det wird, son­dern erst im Fol­ge­ver­fah­ren zwi­schen dem Streit­ver­kün­der und dem Streit­ver­kün­dungs­emp­fän­ger zu prü­fen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Novem­ber 2018 – I ZR 10/​18

  1. BGH, Urteil vom 11.02.1982 – III ZR 184/​80, NJW 1982, 2070 7] mwN[]
  2. st. Rspr.; BGH, Beschluss vom 08.02.2011 – VI ZB 31/​09, BGHZ 188, 193 Rn. 7 mwN[]