Das Rechts­mit­tel des Streit­ver­kün­de­ten

Dem Neben­in­ter­ve­ni­en­ten ist es nach § 67 ZPO unbe­nom­men, das einer Haupt­par­tei zuste­hen­de Rechts­mit­tel oder einen die­ser zuste­hen­den Rechts­be­helf ein­zu­le­gen, auch wenn die Haupt­par­tei hier­von absieht 1.

Das Rechts­mit­tel des Streit­ver­kün­de­ten

Etwas Ande­res gilt nur, wenn die Haupt­par­tei der Ein­le­gung des Rechts­mit­tels oder Rechts­be­helfs wider­spricht, wobei die­ser Wider­spruch nicht aus­drück­lich erklärt wer­den muss, son­dern auch durch schlüs­si­ges Ver­hal­ten der Haupt­par­tei zum Aus­druck gebracht wer­den kann 2.

Das Rechts­mit­tel des Neben­in­ter­ve­ni­en­ten ist stets ein Rechts­mit­tel für die Haupt­par­tei 3, im hier ent­schie­de­nen Fall mit­hin der Klä­ge­rin, die durch die Abwei­sung ihrer Kla­ge gegen die Beklag­te. beschwert ist.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 26. April 2018 – 8 AZN 974/​17

  1. BGH 09.02.2017 – I ZR 91/​15, Rn. 17 für eine Rechts­mit­tel­ein­le­gung; für eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de; vgl. BGH 24.05.2012 – VII ZR 24/​11, Rn. 3[]
  2. BGH 09.02.2017 – I ZR 91/​15, Rn. 19 mwN[]
  3. BGH 23.08.2016 – VIII ZB 96/​15, Rn. 17 ff. mwN). Ent­spre­chen­des muss für einen Rechts­be­helf wie die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gel­ten. Die Beschwer rich­tet sich damit nach der Beschwer der Haupt­par­tei ((vgl. BAG 31.01.2008 – 8 AZR 10/​07, Rn. 39[]