Das unvoll­stän­di­ge Urteil

Über­geht ein Gericht einen von meh­re­ren Kla­ge­an­trä­gen, ist neben dem Ergän­zungs­ver­fah­ren nach § 321 Abs. 1 ZPO auch der Rechts­mit­tel­zug eröff­net, wenn sich die­ses Ver­säum­nis nicht nur in einer blo­ßen Unvoll­stän­dig­keit der getrof­fe­nen Ent­schei­dung erschöpft, son­dern zu einem sach­lich unrich­ti­gen Urteil (etwa zu einer umfas­sen­den Kla­ge­ab­wei­sung bei feh­len­dem Tat­be­stand) führt 1.

Das unvoll­stän­di­ge Urteil

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 30. Sep­tem­ber 2009 – VIII ZR 29/​09

  1. Wei­ter­füh­rung von BGH, Urteil vom 25.06.1996 – VI ZR 300/​95, NJW-RR 1996, 1238; Urteil vom 5. Febru­ar 2003 – IV ZR 149/​02, NJW 2003, 1463[]