Begehrt ein Darlehensnehmer die Feststellung, dass ein Darlehensvertrag, der im Fall eines wirksamen Widerrufs gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der hier maßgeblichen bis zum 12.06.2014 geltenden Fassung gemäß §§ 346 ff. BGB rückabzuwickeln ist, aufgrund eines Widerrufs beendet ist, so sind für den Streitwert die bis zum Widerruf erbrachten Zinsund Tilgungsleistungen maßgeblich1.
Der Wert dieser Zinsund Tilgungsleistungen ist anhand der vom Kläger im Laufe des Rechtsstreits dafür gelieferten Anhaltspunkte nach § 3 ZPO zu schätzen.
Dabei ist der Wert gestellter Zwischenfeststellungsanträge nicht auf den Wert der Hauptanträge beschränkt. Denn eine Zwischenfeststellungsklage übersteigt den Wert der Hauptklage, wenn wie hier eine Entscheidung über sie eine über den Regelungsbereich dieser Hauptklage hinausgehende Bedeutung besitzt2.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 21. November 2019 – XI ZR 500/18
- vgl. BGH, Beschlüsse vom 12.01.2016 – XI ZR 366/15, WM 2016, 454 Rn. 6 ff.; vom 04.03.2016 – XI ZR 39/15, BKR 2016, 204 Rn. 2; vom 10.07.2018 – XI ZR 613/17 2; und vom 16.07.2019 – XI ZR 538/18 5[↩]
- vgl. BGH, Beschluss vom 09.10.1991 – XII ZR 81/91, WM 1991, 2121, 2122; siehe dazu auch MünchKomm-ZPO/BeckerEberhard, 5. Aufl., § 256 Rn. 96; BeckOK-ZPO/Bacher, 34. Ed.01.09.2019, § 256 Rn. 50[↩]
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