Das feh­ler­haft nicht ein­ge­stell­te Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren – und die Beschwer­de gegen den Zuschlags­be­schluss

Einer Beschwer­de gegen den Zuschlags­be­schluss ist nach § 100 Abs. 3 i.V.m. § 83 Nr. 6 ZVG statt­zu­ge­ben, wenn wegen eines Voll­stre­ckungs­schutz­an­tra­ges des Schuld­ners nach § 765a ZPO bereits der Zuschlag wegen einer mit dem Eigen­tums­ver­lust ver­bun­de­nen kon­kre­ten Gefahr für das Leben des Schuld­ners oder eines nahen Ange­hö­ri­gen nicht hät­te erteilt wer­den dür­fen 1.

Das feh­ler­haft nicht ein­ge­stell­te Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren – und die Beschwer­de gegen den Zuschlags­be­schluss

Da aus dem Zuschlags­be­schluss schon vor dem Ein­tritt der Rechts­kraft voll­streckt wer­den kann und die Auf­he­bung der Ent­schei­dung des Beschwer­de­ge­richts dem Zuschlags­be­schluss die Voll­streck­bar­keit nicht nimmt, ist die Voll­zie­hung der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung bis zur erneu­ten Ent­schei­dung des Beschwer­de­ge­richts gemäß § 575 Abs. 5, § 570 Abs. 3 ZPO aus­zu­set­zen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. März 2017 – V ZB 150/​16 -

  1. st. Rspr., vgl. nur BGH, Beschluss vom 13.10.2016 – V ZB 138/​15, MDR 2017, 238 Rn. 8; Beschluss vom 28.01.2016 – V ZB 115/​15, NJW-RR 2016, 336 Rn. 5; Beschluss vom 12.11.2014 – V ZB 99/​14, NJW-RR 2015, 393 Rn. 6 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 28.01.2016 – V ZB 115/​15, NJW-RR 2016, 336 Rn.20; Beschluss vom 21.07.2011 – V ZB 48/​10, NJW-RR 2011, 1452 Rn. 17[]