Der Arrest­an­trag wäh­rend des Revi­si­ons­ver­fah­rens

Gemäß § 919 ZPO ist für die Anord­nung eines Arrests neben dem Amts­ge­richt, in des­sen Bezirk der mit Arrest zu bele­gen­de Gegen­stand oder die in ihrer per­sön­li­chen Frei­heit zu beschrän­ken­de Per­son sich befin­det, das Gericht der Haupt­sa­che zustän­dig.

Der Arrest­an­trag wäh­rend des Revi­si­ons­ver­fah­rens

Der Bun­des­ge­richts­hof ist nicht das Gericht der Haupt­sa­che, auch wenn bei ihm zwi­schen dem Klä­ger und dem Beklag­ten wech­sel­sei­tig erho­be­ne Beschwer­den gegen die Nicht­zu­las­sung der Revi­si­on im Beru­fungs­ur­teil anhän­gig sind.

Gericht der Haupt­sa­che sind gemäß § 943 Abs. 1 ZPO nur das Gericht des ers­ten Rechts­zugs oder das Beru­fungs­ge­richt, nicht jedoch das Revi­si­ons­ge­richt [1].

Ist, wie hier, die Beru­fungs­in­stanz abge­schlos­sen, wird das erst­in­stanz­li­che Gericht wie­der zustän­dig [2]. Auf den ent­spre­chen­den Antrag des Klä­gers ist die Sache damit an das Gericht des ers­ten Rechts­zugs zu ver­wei­sen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. April 2015 – III ZR 305/​14

  1. sie­he z.B. auch BGH, Beschluss vom 08.10.1976 – II ARZ 2/​76 2; Musielak/​Huber, ZPO, 11. Aufl., § 943 Rn. 6; Zöller/​Vollkommer, ZPO, 30. Aufl., § 919 Rn. 5 jew. mwN[]
  2. BGH; Musielak/​Huber und Zöller/​Vollkommer jew. aaO[]