Der Beschluss des Beschwer­de­ge­richts – und die feh­len­den Ent­schei­dungs­grün­de

Ein Beschluss des Beschwer­de­ge­richts ist bereits des­halb auf­zu­he­ben, weil er nicht mit Grün­den ver­se­hen ist (§ 4 InsO, § 576 Abs. 3, § 547 Nr. 6 ZPO, § 577 Abs. 4 Satz 1 ZPO).

Der Beschluss des Beschwer­de­ge­richts – und die feh­len­den Ent­schei­dungs­grün­de

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs müs­sen Beschlüs­se, die der Rechts­be­schwer­de unter­lie­gen, den maß­geb­li­chen Sach­ver­halt, über den ent­schie­den wird, wie­der­ge­ben. Denn das Rechts­be­schwer­de­ge­richt hat grund­sätz­lich von dem­je­ni­gen Sach­ver­halt aus­zu­ge­hen, den das Beschwer­de­ge­richt fest­ge­stellt hat (§ 577 Abs. 2 Satz 4, § 559 ZPO).

Feh­len tat­säch­li­che Fest­stel­lun­gen, so ist es zu einer recht­li­chen Über­prü­fung nicht in der Lage. Aus­füh­run­gen des Beschwer­de­ge­richts, die eine sol­che Über­prü­fung nicht ermög­li­chen, sind kei­ne Grün­de im zivil­pro­zes­sua­len Sin­ne 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Juli 2018 – IX ZB 24/​16

  1. etwa BGH, Beschluss vom 21.07.2011 – IX ZB 148/​10, NZI 2011, 714 Rn. 6; vom 13.01.2016 XII ZB 605/​14, Fam­RZ 2016, 625 Rn. 6 mwN[]