Der erstinstanzliche Zeuge in der Berufungsinstanz

Würdigt das eine naussage anders als das erstinstanzliche , ohne den n selbst zu vernehmen, liegt darin ein Verstoß gegen das rechtliche Gehör der benachteiligten 1.

Der erstinstanzliche Zeuge in der Berufungsinstanz

Nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO ist das grundsätzlich an die en des ersten Rechtszuges gebunden. Bei Zweifeln an der Richtigkeit und Vollständigkeit der entscheidungserheblichen en ist eine erneute zwingend geboten. Insbesondere muss das die bereits in erster Instanz vernommenen nochmals gemäß § 398 Abs. 1 ZPO vernehmen, wenn es deren Aussagen anders würdigen will als die Vorinstanz2. Die nochmalige Vernehmung eines kann allenfalls dann unterbleiben, wenn sich das auf solche Umstände stützt, die weder die sfähigkeit, das Erinnerungsvermögen oder die Wahrheitsliebe des noch die Vollständigkeit oder sfreiheit seiner Aussage betreffen3.

, vom 14. Juli – VIII ZR 3/09

  1. im Anschluss an BVerfG, NJW 2005, 1487 und BGH, vom 5. April 2006 – IV ZR 253/05, FamRZ 2006, 946[]
  2. BGH, vom 28. November 1995 – XI ZR 37/97, NJW 1996, 663, unter III 3; BGH, vom 8. Dezember 1999 – VIII ZR 340/98, NJW 2000, 1199, unter II 2 a, st. Rspr.[]
  3. BGH, Uvom 19. Juni 1991 – VIII ZR 116/90, NJW 1991, 3285, unter II 2 b aa; BGH, vom 10. März 1998 – VI ZR 30/97, NJW 1998, 2222, unter II 1 b[]

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