Der kon­klu­den­te Ver­zicht auf einen Zeu­gen

Ein Ver­zicht auf einen Zeu­gen kann dar­in gese­hen wer­den, dass die Par­tei, wel­che noch nicht ver­nom­me­ne Zeu­gen benannt hat, nach durch­ge­führ­ter Beweis­auf­nah­me ihren Beweis­an­trag nicht wie­der­holt.

Der kon­klu­den­te Ver­zicht auf einen Zeu­gen

Die Schluss­fol­ge­rung eines Ver­zichts ist jeden­falls dann berech­tigt, wenn die Par­tei aus dem Pro­zess­ver­lauf erken­nen konn­te, dass das Gericht – wie hier das Beru­fungs­ge­richt nach der Ver­neh­mung der Zeu­gin H. und dem anschlie­ßen­den Hin­weis auf die vor­aus­sicht­li­che Erfolg­lo­sig­keit der Beru­fung – mit der bis­her durch­ge­führ­ten Beweis­auf­nah­me sei­ne Auf­klä­rungs­tä­tig­keit als erschöpft ange­se­hen hat 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Febru­ar 2016 – IX ZR 133/​15

  1. BGH, Urteil vom 02.11.1993 – VI ZR 227/​92, NJW 1994, 329, 330; Beschluss vom 07.04.2011 – IX ZR 206/​10, Rn. 6; vom 10.11.2011 – IX ZR 27/​11, Rn. 6; vom 21.02.2013 – IX ZR 219/​12, ZIn­sO 2013, 608 Rn. 7[]