Der nicht nach­ge­las­se­ne Schrift­satz – und die Wie­der­eröff­nung der Ver­hand­lung

Die Ent­schei­dung über eine Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung nach § 156 Abs. 1 ZPO wegen eines nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung ein­ge­gan­ge­nen (und nicht nach­ge­las­se­nen) Vor­trags steht man­gels Vor­lie­gens eines Wie­der­eröff­nungs­grun­des gemäß § 156 Abs. 2 ZPO im Ermes­sen des Gerichts.

Der nicht nach­ge­las­se­ne Schrift­satz – und die Wie­der­eröff­nung der Ver­hand­lung

Die Aus­übung die­ses Ermes­sens ist grund­sätz­lich revi­si­ons­recht­lich nicht über­prüf­bar 1.

Dies gilt zumin­dest dann, wenn kei­ne einen Anspruch der Klä­ge­rin auf Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung begrün­den­de Ver­let­zung der rich­ter­li­chen Hin­weis­pflicht vor­liegt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Janu­ar 2020 – IV ZR 240/​18

  1. BGH, Urteil vom 22.10.2014 – IV ZR 242/​13, VersR 2015, 45 Rn. 27 m.w.N.[]