Der Sach­ver­stän­di­ge in der münd­li­chen Ver­hand­lung

Wird ein Sach­ver­stän­di­ger, ohne dass er vor­her ein den Par­tei­en zur kri­ti­schen Wür­di­gung zugäng­li­ches schrift­li­ches Gut­ach­ten erstat­tet hat, in der münd­li­chen Ver­hand­lung zu schwie­ri­gen Sach­fra­gen aus­führ­lich gehört, muss jeder Par­tei Gele­gen­heit gege­ben wer­den, nach Vor­lie­gen des Pro­to­kolls über die Beweis­auf­nah­me zum Beweis­ergeb­nis Stel­lung zu neh­men. Gibt die Stel­lung­nah­me Anlass zur wei­te­ren tat­säch­li­chen Auf­klä­rung, ist die münd­li­che Ver­hand­lung wie­der­zu­eröff­nen.

Der Sach­ver­stän­di­ge in der münd­li­chen Ver­hand­lung

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Mai 2009 – VI ZR 275/​08