Der schlüs­si­ge Sach­vor­trag des Klä­gers

Ein Sach­vor­trag zur Begrün­dung eines Anspruchs ist dann schlüs­sig und erheb­lich, wenn die Par­tei Tat­sa­chen vor­trägt, die in Ver­bin­dung mit einem Rechts­satz geeig­net und erfor­der­lich sind, das gel­tend gemach­te Recht als in der Per­son der Par­tei ent­stan­den erschei­nen zu las­sen.

Der schlüs­si­ge Sach­vor­trag des Klä­gers

Die Anga­be nähe­rer Ein­zel­hei­ten ist nicht erfor­der­lich, soweit die­se für die Rechts­fol­gen nicht von Bedeu­tung sind. Das Gericht muss nur in die Lage ver­setzt wer­den, auf­grund des tat­säch­li­chen Vor­brin­gens der Par­tei zu ent­schei­den, ob die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für das Bestehen des gel­tend gemach­ten Rechts vor­lie­gen.

Sind die­se Anfor­de­run­gen erfüllt, ist es Sache des Tatrich­ters, in die Beweis­auf­nah­me ein­zu­tre­ten und dabei gege­be­nen­falls die benann­ten Zeu­gen oder die zu ver­neh­men­de Par­tei nach wei­te­ren Ein­zel­hei­ten zu befra­gen oder einem Sach­ver­stän­di­gen die beweis­erheb­li­chen Streit­fra­gen zu unter­brei­ten 1.

Die­sen Anfor­de­run­gen genügt nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs im vor­lie­gend ent­schie­de­nen Fall der unter Beweis gestell­te Vor­trag der Klä­ger, sie hät­ten die gesam­te Woh­nung, die nach Ver­strei­chen von fünf Jah­ren reno­vie­rungs­be­dürf­tig gewe­sen sei, "maler­mä­ßig über­ar­bei­tet" und alle Türen, Wän­de, Decken und Heiz­kör­per gestri­chen. Eine sach- und fach­ge­rech­te Aus­füh­rung von fäl­li­gen Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren haben die Klä­ger hier­mit hin­rei­chend kon­kret behaup­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Dezem­ber 2014 – VIII ZR 224/​13

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 17.07.2013 – VIII ZR 163/​12, WM 2013, 1720 Rn. 30; BGH, Beschluss vom 16.07.2013 – VIII ZR 384/​12, IHR 2014, 58 unter – II 2 a; jeweils mwN[]