Der Stell­platz­miet­ver­trag – und die Schrift­form

Mit der Wah­rung der Schrift­form nach § 550 Satz 1 BGB bei einem Stell­platz­miet­ver­trag hat­te sich jetzt erneut [1] der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen:

Der Stell­platz­miet­ver­trag – und die Schrift­form

Ein kon­klu­dent geschlos­se­ner (neu­er) Miet­ver­trag wahrt nicht die nach §§ 578, 550 BGB erfor­der­li­che Schrift­form und ist daher gemäß § 580 a BGB ordent­lich künd­bar.

In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te der Ver­mie­ter nach den Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts [2] mit der Ehe­frau des ver­stor­be­nen Mie­ters kon­klu­dent einen neu­en Miet­ver­trag geschlos­sen. Dabei wahr­te die­ser neu geschlos­se­ne Miet­ver­trag auch nicht etwa des­we­gen die Schrift­form der §§ 578, 550 BGB, weil er inhalts­gleich mit den in der äuße­ren Form nie­der­ge­leg­ten Ver­trags­be­din­gun­gen des alten Miet­ver­tra­ges kon­klu­dent abge­schlos­sen wor­den ist [3]. Denn im Gegen­satz zu sei­nem Urteil vom 17.06.2015 [4] liegt hier schon kei­ne von bei­den Par­tei­en unter­zeich­ne­te Miet­ver­trags­ur­kun­de vor.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Janu­ar 2020 – XII ZR 46/​19

  1. Abgren­zung zu BGH, Urteil vom 17.06.2015 XII ZR 98/​13, NJW 2015, 2648[]
  2. LG Ber­lin, Urteil vom 01.04.2019 83 S 13/​18[]
  3. vgl. dazu BGH, Urteil vom 17.06.2015 XII ZR 98/​13 NJW 2015, 2648 Rn. 33[]
  4. BGH, Urteil vom 17.06.2015 XII ZR 98/​13 NJW 2015, 2648[]