Der Tod des Klä­gers – und der Beklag­te als sein Mit­er­be

Ver­stirbt der Klä­ger wäh­rend des Rechts­streits und wird er vom Beklag­ten und einem Drit­ten als Mit­er­ben beerbt, so wird der Pro­zess auf Klä­ger­sei­te allein vom Drit­ten fort­ge­führt und behält der Beklag­te sei­ne pro­zes­sua­le Stel­lung bei 1.

Der Tod des Klä­gers – und der Beklag­te als sein Mit­er­be

Aus § 2039 Satz 1 BGB folgt die Berech­ti­gung des ein­zel­nen Mit­er­ben, eine zum Nach­lass gehö­ren­de For­de­rung als gesetz­li­cher Pro­zess­stand­schaf­ter für die Erben­ge­mein­schaft 2 auch gegen einen Mit­er­ben gel­tend zu machen 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 27. Janu­ar 2016 – XII ZR 33/​15

  1. im Anschluss an BGH Beschluss vom 27.02.2014 – III ZB 99/​13 NJW 2014, 1886; eben­so Stein/​Jonas/​Roth ZPO 22. Aufl. § 239 Rn. 13; Stö­ber MDR 2007, 757, 759[]
  2. BGHZ 167, 150 = NJW 2006, 1969 Rn. 7[]
  3. BGH Urtei­le vom 01.10.1975 – IV ZR 161/​73 WM 1975, 1179, 1181; und vom 19.06.1952 – III ZR 217/​50 LM Nr. 3 zu § 249 [Fa] BGB; Münch­Komm-BGB/Ger­gen 6. Aufl. § 2039 Rn. 32; Staudinger/​Löhnig BGB [2016] § 2039 Rn.20, 25; Stö­ber MDR 2007, 757, 759[]