Der ver­mut­lich unein­sich­ti­ge Pati­ent

Der Ein­wand des behan­deln­den Arz­tes, der Pati­ent hät­te sich einem Ein­griff auch bei zutref­fen­der Auf­klä­rung über des­sen Risi­ken unter­zo­gen, ist grund­sätz­lich beacht­lich 1.

Der ver­mut­lich unein­sich­ti­ge Pati­ent

Den Arzt trifft inso­weit die Behaup­tungs- und Beweis­last, wenn der Pati­ent zur Über­zeu­gung des Tatrich­ters plau­si­bel macht, dass er, wären ihm recht­zei­tig die Risi­ken der Behand­lung ver­deut­licht wor­den, vor einem ech­ten Ent­schei­dungs­kon­flikt gestan­den hät­te, wobei an die Sub­stan­ti­ie­rungs­pflicht zur Dar­le­gung eines sol­chen Kon­flikts kei­ne zu hohen Anfor­de­run­gen gestellt wer­den dür­fen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. März 2016 – VI ZR 243/​14

  1. BGH, Urteil BGHZ 90, 103, 111[]
  2. vgl. nur BGH, Urteil vom 17.04.2007 – VI ZR 108/​06, VersR 2007, 999 Rn. 17 mwN[]