Der doch nicht neue Vor­trag in der Beru­fungs­in­stanz

Vor­trag ist nicht neu, wenn bereits in ers­ter Instanz gehal­te­ner schlüs­si­ger Vor­trag durch wei­te­re Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen kon­kre­ti­siert, ver­deut­licht oder erläu­tert wird 1.

Der doch nicht neue Vor­trag in der Beru­fungs­in­stanz

Eine Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Vor­trag auf­grund offen­kun­dig feh­ler­haf­ter Anwen­dung des § 531 Abs. 2 ZPO ver­letzt den Anspruch der Par­tei auf recht­li­ches Gehör aus Art. 103 Abs. 1 GG 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Okto­ber 2016 – VI ZR 547/​14

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 16.10.2007 – VI ZR 173/​06, NJW-RR 2008, 335, 337; vom 01.12 2009 – VI ZR 221/​08, NJW-RR 2010, 839, 841; BGH, Urteil vom 09.10.2014 – V ZB 225/​12, NJW-RR 2015, 465 Rn. 7[]
  2. BGH, Beschluss vom 03.11.2008 – II ZR 236/​07, NJW-RR 2009, 332 Rn. 5 ff.[]