Der zwi­schen­zeit­lich ent­fal­le­ne Revi­si­ons­zu­las­sungs­grund

Die Vor­aus­set­zun­gen für die Zulas­sung der Revi­si­on lie­gen nicht vor, wenn diedie Rechts­sa­che weder grund­sätz­li­che Bedeu­tung hat noch die Fort­bil­dung des Rechts oder die Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung eine Ent­schei­dung des Revi­si­ons­ge­richts erfor­dert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Maß­geb­lich ist inso­weit der Zeit­punkt der Ent­schei­dung des Revi­si­ons­ge­richts [1].

Der zwi­schen­zeit­lich ent­fal­le­ne Revi­si­ons­zu­las­sungs­grund

So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall: Die von dem Beru­fungs­ge­richt auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge, die Grund für die Zulas­sung der Revi­si­on war, ist zwi­schen­zeit­lich eben­so höchst­rich­ter­lich geklärt wie alle sons­ti­gen sich in der vor­lie­gen­den Kon­stel­la­ti­on stel­len­den Grund­satz­fra­gen [2]. Geklärt ist ins­be­son­de­re für die hier in Rede ste­hen­den Tätig­kei­ten der Klä­ge­rin, dass die von ihr erbrach­ten Inkas­so­dienst­leis­tun­gen nicht gegen das Rechts­dienst­leis­tungs­ge­setz ver­sto­ßen, die in die­sem Zusam­men­hang erfolg­ten Abtre­tun­gen der For­de­run­gen des Mie­ters nicht – wegen Ver­sto­ßes gegen ein gesetz­li­ches Ver­bot – gemäß § 134 BGB nich­tig sind und die Klä­ge­rin somit im gericht­li­chen Ver­fah­ren aktiv­le­gi­ti­miert ist. Auch die von der Revi­si­on auf­ge­wor­fe­nen Fra­gen, ob die Abtre­tungs­er­klä­run­gen, die in glei­cher Form auch den vom Bun­des­ge­richts­hof bereits ent­schie­de­nen Par­al­lel­fäl­len zu Grun­de lagen, wegen man­geln­der Bestimmt­heit oder wegen eines Abtre­tungs­aus­schlus­ses nach § 399 Alt. 1 BGB unwirk­sam sind, sind höchst­rich­ter­lich geklärt [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Mai 2020 – VIII ZR 58/​19

  1. BGH, Beschlüs­se vom 13.08.2015 – III ZR 380/​14 7; und vom 01.03.2010 – II ZR 13/​09, NJW-RR 2010, 955 Rn. 3[]
  2. vgl. BGH, Urtei­le vom 27.11.2019 – VIII ZR 285/​18, NJW 2020, 208, zur Ver­öf­fent­li­chung in BGHZ bestimmt; und vom 08.04.2020 – VIII ZR 130/​19, WM 2020, 991[]
  3. BGH, Urteil vom 08.04.2020 – VIII ZR 130/​19, aaO Rn. 75 ff.[]