Die abge­wie­se­ne Kla­ge aus eige­nem Recht – und die spä­te­re aus abge­tre­te­nem Recht

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs1 steht einer auf eige­nes Recht gestütz­ten Kla­ge die Rechts­kraft eines Urteils zwi­schen den­sel­ben Par­tei­en nicht ent­ge­gen, in dem die allein auf abge­tre­te­nes Recht gestütz­te Kla­ge abge­wie­sen wor­den ist.

Die abge­wie­se­ne Kla­ge aus eige­nem Recht – und die spä­te­re aus abge­tre­te­nem Recht

Macht der Klä­ger zunächst erfolg­los einen Anspruch aus abge­tre­te­nem Recht gel­tend und erhebt er anschlie­ßend noch­mals Kla­ge gestützt auf die Begrün­dung, ihm ste­he der auf das­sel­be Ziel gerich­te­te Anspruch aus eige­nem Recht, etwa auf­grund einer Ver­trags­über­nah­me zu, han­delt es sich um ver­schie­de­ne Streitgegenstände.

Mit der Ent­schei­dung über Ansprü­che aus abge­tre­te­nem Recht wird des­halb nicht zugleich über sol­che aus eige­nem Recht ent­schie­den2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 16. Okto­ber 2020 – V ZR 98/​19

  1. BGH, Urteil vom 23.07.2008 – XII ZR 158/​06, NJW 2008, 2922[]
  2. BGH, Urteil vom 23.07.2008 – XII ZR 158/​06, NJW 2008, 2922 Rn.19[]