Die bei meh­re­ren Land­ge­rich­ten ein­ge­leg­te Beru­fung

Auch wenn die unter­lie­gen­de Par­tei mehr­mals und bei ver­schie­de­nen Gerich­ten Beru­fung ein­legt, han­delt es sich um ein ein­heit­li­ches Rechts­mit­tel, das nur ver­wor­fen wer­den darf, wenn kei­ne der Ein­le­gun­gen erfolg­reich war 1.

Die bei meh­re­ren Land­ge­rich­ten ein­ge­leg­te Beru­fung

Daher darf das (unzu­stän­di­ge) Land­ge­richt die Beru­fung nicht vor einer rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung über das bei dem (zustän­di­gen) Land­ge­richt ein­ge­leg­te Rechts­mit­tel ver­wer­fen, son­dern muss ggfs. auch den Aus­gang des Rechts­be­schwer­de­ver­fah­rens abwar­ten.

Ent­schei­det die­ses Land­ge­richt ver­fah­rens­feh­ler­haft gleich­wohl bereits vor einer rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung über die bei dem ande­ren Land­ge­richt ein­ge­leg­te Beru­fung, hat sich die­ser Ver­fah­rens­feh­ler jedoch nicht aus­ge­wirkt, wenn die Beru­fung ins­ge­samt unzu­läs­sig war.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Novem­ber 2015 – V ZB 36/​15

  1. vgl. zum Gan­zen BGH, Beschluss vom 11.06.2015 – V ZB 34/​13, NJW 2015, 3171 Rn. 9 ff. mwN[]