Die beschränk­te Revi­si­ons­zu­las­sung

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann die Zulas­sung der Revi­si­on auf einen tat­säch­lich und recht­lich selb­stän­di­gen Teil des Gesamt­streit­stoffs beschränkt wer­den, der Gegen­stand eines selb­stän­dig anfecht­ba­ren Tei­lo­der Zwi­schen­ur­teils sein oder auf den der Revi­si­ons­klä­ger selbst sei­ne Revi­si­on beschrän­ken könn­te 1.

Die beschränk­te Revi­si­ons­zu­las­sung

Dem Beru­fungs­ur­teil muss auch die Beschrän­kung der Revi­si­ons­zu­las­sung ent­nom­men wer­den kön­nen. Dabei muss aller­dings nicht bereits die Ent­schei­dungs­for­mel des Beru­fungs­ur­teils einen ent­spre­chen­den Zusatz ent­hal­ten. Die Beschrän­kung der Revi­si­ons­zu­las­sung kann sich aber auch aus den Ent­schei­dungs­grün­den erge­ben.

Es ent­spricht der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, dass der Tenor im Lich­te der Ent­schei­dungs­grün­de aus­zu­le­gen und des­halb von einer beschränk­ten Revi­si­ons­zu­las­sung aus­zu­ge­hen ist, wenn sich die Beschrän­kung aus den Grün­den klar ergibt.

Das ist regel­mä­ßig dann anzu­neh­men, wenn sich die vom Beru­fungs­ge­richt als zulas­sungs­re­le­vant ange­se­he­ne Fra­ge nur für einen ein­deu­tig abgrenz­ba­ren selb­stän­di­gen Teil des Streit­stoffs stellt 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Febru­ar 2019 – VI ZR 141/​18

  1. vgl. nur BGH, Urteil vom 10.10.2017 – VI ZR 520/​16, NJW 2018, 402 Rn. 8, mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 10.10.2017 – VI ZR 520/​16, NJW 2018, 402 Rn. 9, mwN[]