Die ein­sei­ti­ge Tei­ler­le­di­gungs­er­klä­rung – und der rest­li­che Streit­wert

Im Fall einer ein­sei­ti­gen Tei­ler­le­di­gungs­er­klä­rung des Klä­gers bestimmt sich der Wert nach dem rest­li­chen Betrag der Haupt­sa­che unter Hin­zu­rech­nung der auf den erle­dig­ten Teil ent­fal­len­den Kos­ten der Vor­in­stan­zen 1.

Die ein­sei­ti­ge Tei­ler­le­di­gungs­er­klä­rung – und der rest­li­che Streit­wert

Der Wert die­ser Kos­ten ist durch eine Dif­fe­renz­rech­nung zu ermit­teln, die ergibt, um wel­chen Betrag bis zur teil­wei­sen Erle­di­gung die­je­ni­gen Kos­ten über­schrit­ten wor­den sind, die ange­fal­len wären, wenn der Klä­ger den Rechts­streit von Anfang an nur über den nicht für erle­digt erklär­ten Teil der Haupt­sa­che geführt hät­te 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Febru­ar 2016 – XI ZR 136/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 25.09.1991 – VIII ZR 157/​91, WM 1991, 2009[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 13.07.1988 – VIII ZR 289/​87, WM 1988, 1682, 1683; und vom 25.09.1991 – VIII ZR 157/​91, WM 1991, 2009, 2010[]