Die feh­len­de Umla­ge­ver­ein­ba­rung im Miet­ver­trag – und die Betriebs­kos­ten­ab­rech­nung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits ent­schie­den, dass die Abrech­nung von Betriebs­kos­ten, für die es an einer Umla­ge­ver­ein­ba­rung fehlt oder für die eine Pau­scha­le ver­ein­bart ist, nicht zur Unwirk­sam­keit der Betriebs­kos­ten­ab­rech­nung aus for­mel­len Grün­den führt und der Mie­ter dem Ver­mie­ter inner­halb von zwölf Mona­ten seit Erhalt einer Betriebs­kos­ten­ab­rech­nung mit­tei­len muss, dass (ein­zel­ne) Betriebs­kos­ten nicht abzu­rech­nen sind 1.

Die feh­len­de Umla­ge­ver­ein­ba­rung im Miet­ver­trag – und die Betriebs­kos­ten­ab­rech­nung

Dabei ist es uner­heb­lich, ob ledig­lich für ein­zel­ne Betriebs­kos­ten­ar­ten oder für die Betriebs­kos­ten ins­ge­samt kei­ne Umla­ge­ver­ein­ba­rung zwi­schen den Miet­ver­trags­par­tei­en getrof­fen wor­den ist. In bei­den Fäl­len kann der Mie­ter anhand des Miet­ver­trags und gege­be­nen­falls wei­te­rer miet­ver­trag­li­cher Abre­den über­prü­fen, ob die ihm in Rech­nung gestell­ten Betriebs­kos­ten nach den ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen abre­chen­bar sind.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Febru­ar 2014 – VIII ZR 83/​13

  1. BGH, Beschluss vom 31.01.2012 – VIII ZR 335/​10, GE 2012, 543 Rn. 2; BGH, Urteil vom 18.05.2011 – VIII ZR 240/​10, NJW 2011, 2786 Rn. 12 f.[]