Die Insol­venz­eröff­nung beim Streit­ver­kün­de­ten

Die Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens gegen einen Streit­ver­kün­de­ten führt nicht zum Ruhen des Ver­fah­rens.

Die Insol­venz­eröff­nung beim Streit­ver­kün­de­ten

Da nach § 240 ZPO eine Unter­bre­chung grund­sätz­lich nur in Bezug auf die Par­tei ein­tritt, in deren Per­son die dort genann­ten Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen1, wes­halb bei Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens gegen­über einem ein­fa­chen Streit­ge­nos­sen das Ver­fah­ren gegen einen ande­ren nicht unter­bre­chend wirkt2, gilt sol­ches erst recht in Bezug auf eine Neben­in­ter­ven­ti­on3. Die Vor­schrift des § 240 ZPO rich­tet sich grund­sätz­lich an die Par­tei als Insol­venz­schuld­ner4.

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 6. Sep­tem­ber 2012 – 2 U 3/​12

  1. BGH NJW 2011, 683, Tz. 11
  2. BGH a.a.O. [Tz. 13]; vgl. auch BGH NZI 2010, 901, Tz. 15
  3. Gre­ger in Zöl­ler, ZPO, 29. Aufl. [2012], § 240, 7; Jasper­sen in Beck­OK-ZPO [Stand: 15.04.2012], § 240, 5
  4. Stad­ler in Musielak, ZPO, 9. Aufl. [2012], § 240, 2; Jasper­sen a.a.O. 5; Gehr­lein in Münch­Komm-ZPO, 3. Aufl. [2008], § 240, 15